Aufgaben und Lösungswege

Seit Jahrtausenden liefert die Landwirtschaft Menschen Nahrung. Gleichzeitig ist vor allem die intensive Tierhaltung selbst auch für erhöhte Nitratwerte im Grundwasser oder Sojaimporte aus Übersee verantwortlich.

Eine weiter wachsende Weltbevölkerung, die Verknappung fossiler und mineralischer Ressourcen und die Auswirkungen des Klimawandels machen es immer schwieriger, den zunehmenden Bedarf an Lebensmitteln und biobasierten Ressourcen zu decken. Neue Lösungen für eine nachhaltige, ressourceneffiziente und anpassungsfähige Agrarproduktion sind daher gefragt.

Agrarsysteme der Zukunft

Die Agrarwirtschaft steht vor existentiellen Herausforderungen: Eine wachsende Weltbevölkerung, die Verknappung fossiler und mineralischer Ressourcen und die Auswirkungen des Klimawandels machen es immer schwieriger, den zunehmenden Bedarf an Lebensmitteln und biobasierten Ressourcen zu decken. Die herkömmlichen Formen der Agrarsysteme werden nicht in der Lage sein, diesen veränderten Anforderungen gerecht zu werden.

Wie können wir die Landwirtschaft von morgen gestalten?

Schon jetzt ist absehbar, dass wir neue Lösungen für eine nachhaltige, ressourceneffiziente und anpassungsfähige Agrarproduktion brauchen. Aber wie können »Agrarsysteme der Zukunft« angesichts der genannten Herausforderungen bestmöglich gestaltet werden? Welchen Beitrag können Forschungs- und Innovationsförderung hierzu leisten?

Unser Lösungsansatz

Was wollen wir?

Unsere Vision: Bis zum Jahr 2030 wollen wir ein funktionierendes, geschlossenes Agrar-Kreislaufsystem vorweisen, das Luft, Boden und Wasser nicht unnötig belastet, gleichzeitig aber ausreichend gesunde Lebensmittel und biobasierte Materialien produziert. Wir setzen dabei auf geschlossene Stoff- und Energiekreisläufe. Das ist unsere Vision.

Wie wollen wir das erreichen?

Unsere Ziele: Mit einem ganzheitlichen Ansatz für die Nutztierhaltung wollen wir Stoff- und Energiekreisläufe in ein neues bioökonomisches Modell überführen. Dieses soll zur Weiterentwicklung und Wertschöpfung im ländlichen Raum beitragen und diesen dauerhaft erhalten.

Wie wollen wir das umsetzen?

Unsere Lösungen

  • Wir nutzen regionale Futterrohstoffe (Körnerleguminosen, alternative Ölsaaten, Mikroalgen, Insekten und Einzeller) durch gezielte Aufwertung mit essenziellen Aminosäuren und reduzieren damit Futtermittel-Importe aus Übersee deutlich.
  • Für die Erzeugung der regionalen Proteinquellen nutzen wir Abwärme und stoffliche Restströme sowie lokal erzeugte Bioenergie.
  • Silage-Presssäfte aus dem Futter- und Pflanzenanbau bereiten wir auf, um wertvolle präbiotisch wirkende organische Säuren aus ihnen zu gewinnen.
  • Wir reduzieren den Nährstoffgehalt der Gülle und in Gärresten durch passgenaue Fütterung der Tiere – mit Hilfe neu zusammengesetzter Futtermittel.

Vorteile und Nutzen

Für die Landwirtschaft, den ländlichen Raum und die Umwelt

  • Circular Farming bietet dem Landwirt die Möglichkeit, neue Einnahmequellen aus der Agrarwirtschaft zu generieren.
  • Circular Farming hilft, den ländlichen Raum auch zukünftig für die Agrarwirtschaft attraktiv zu machen.
  • Circular Farming unterstützt den Landwirt dabei, durch Schließen der Nährstoffkreisläufe von Stickstoff und Phosphor die immer strenger werdenden Auflagen der Düngemittel-VO oder Gülleausbringungs-VO einzuhalten.
  • Circular Farming trägt zur Erreichung der Ziele einer nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) 2030 bei.
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